Soziale Gruppenarbeit (SGA)

SGA nach §29 Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 12 - 16 Jahren, die in ihrer persönlichen Entwicklung gefährdet oder beeinträchtigt sind. Innerhalb einer kleinen relativ festen Gruppe mit in der Regel 6 Teilnehmern werden Bedingungen geschaffen, die es dem einzelnen ermöglichen:

  • die Selbst- und Fremdwahrnehmung zu verbessern,
  • Selbstkontrolle und Ausdauer zu entwickeln,
  • den Umgang mit dem eigenen Körper und mit Gefühlen zu entwickeln,
  • ein positives Selbstbild aufzubauen und Selbstvertrauen zu fördern,
  • mit erlebten Frustrationen umzugehen und geeignete Bewältigungsstrategien zu erlernen.


 

Aktuelles aus der SGA

  • Jetzt ist sie endlich fertig und wurde feierlich eröffnet :-)

  • Die Kletterwand nimmt immer weiter an Gestalt an. Das Vater-Sohn Projekt hat unter den Jugendlichen bereits interessante Erfolge erzielt.

  • Auch in den Osterferien aktiv - Besuch des Erlebnis Bergwerks Merkers und das Meeresaquarium in Zella-Mehlis.

  • Bau einer eigenen Boulderwand.


 

Partizipation in der Sozialen Gruppenarbeit

Die Mitwirkung/Beteiligung von Kindern und Jugendlichen (aber auch deren Eltern) in der Sozialen Gruppenarbeit ist integraler Bestandteil des Hilfeprozesses. Ohne Beteiligung keine Zielerreichung. Aus diese Grund schaffen wir nicht nur die nötigen Rahmenbedingungen, um eine lebensweltorientierte und alltagsübertragbare Beteiligung zu gewährleisten, sondern wir fordern sie auch permanent ein. So werden bereits in den ersten Gesprächen gemeinsam mit den Familien - anhand eines Erstbefragungsbogens - Ziele herausgearbeitet, die je nach Fortschritt, im Laufe der Hilfe angepasst und neu formuliert werden können. Die Hilfepläne werden nach den Zielsetzungen der Gruppenmitglieder und deren Eltern erstellt und im eigenen Wortlaut formuliert, um größtmögliche Transparenz und Verständnis zu gewährleisten.

Bei Wochen- und Monatsplanungen entscheiden die Kinder und Jugendlichen unter Moderation des Betreuers auf demokratische Weise über Aktionen und Vorgehensweisen im Gruppenalltag. Somit richtet sich die Ausgestaltung der sozialen Gruppenarbeit in weiten Teilen nach den Ressourcen der einzelnen Mitglieder. In regelmäßigen Gruppengesprächen wird, ebenfalls demokratisch, darüber entschieden, wer wann welche Aufgaben zu übernehmen hat.

Die unverzichtbaren Gruppenregeln werden im Rahmen von Diskussionsrunden erstellt, und in Intervallen oder bei Neuzugängen an die veränderten Problemlagen oder Verhaltensweisen angepasst. Kritik und Anregung kann nicht nur in Gesprächen, sondern auch anonym und schriftlich in einer Wunschbox an den Betreuer gerichtet werden. In ebenfalls anonymisierten Fragebögen haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, eigenes Handeln und Fühlen in der Gruppe zu reflektieren aber auch Vorgehensweisen und Entscheidungen des Betreuers zu kritisieren.

In regelmäßigen Einzel,- Eltern, oder Familiengesprächen werden aktuelle Probleme, Lösungswege und der jeweilige Stand der Zielerreichung erörtert, sowie konkrete Handlungsschritte herausgearbeitet.

Die Eltern, Großeltern und gegebenenfalls Geschwister werden dazu motiviert, sich in den Gruppenalltag einzubringen. So haben sie die Möglichkeit Vorschläge und Anregungen für die Ausgestaltung zu unterbreiten, und sich an Gemeinschaftsaktionen zu beteiligen.

 

Wo?

Die SGA hat ihre Räume in zentraler Lage von Ilmenau (Ludwig-Jahn-Str. 2a) Sie kann von allen Teilnehmern gut zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus erreicht werden. Insgesamt stehen 3 Räume zur Verfügung. Ein Gemeinschaftsraum, in dem das eigentliche Gruppenleben stattfindet, ein Spielraum, der mit den unterschiedlichsten Spiel- und Bastelmaterialien ausgestattet ist und ein kombinierter Arbeits- und Gruppenraum für Gruppen-, Einzel- und Elterngespräche, für Hausaufgabenhilfe und für aktuelle Diskussionen.

 

Wie?

In der Regel finden zwei wöchentliche Treffen statt. Die zeitliche Dauer richtet sich nach dem jeweiligen Tagesprogramm und beträgt meist 2-3 Stunden. Während dieser Zeit werden gemeinsam geplante Aktionen durchgeführt, es finden Gesprächsrunden zu ausgewählten Themen statt oder es kann sich handwerklich betätigt werden. Zusätzlich haben alle Teilnehmer der SGA die Möglichkeit an einem speziellen Hausaufgabentag aktive Hilfe und Unterstützung bei der Erledigung schulischer Aufgaben zu erhalten. An jedem Gruppennachmittag bleibt aber auch genügend Zeit für das freie Spiel mit Holz, LEGO, Nintendo, PC, ...

Download Themenkatalog 

 

Wer?

Die Kinder und Jugendlichen in der SGA werden von Diplomsozialpädagogen und anderen pädagogisch ausgebildeten Fachkräften betreut.

 

Was gibt es noch?

  • in jeder Situation ein offenes Ohr
  • Hilfe und Unterstützung bei der Klärung alltagspraktischer Fragen
  • Gemeinsame mehrtägige Ferienfreizeiten mit erlebnispädagogischen Inhalten

 

Wichtiges am Ende

Jeder Teilnehmer an der SGA verpflichtet sich mit seiner Unterschrift unter den gemeinsam erstellten Hilfeplan im Jugendamt zur regelmäßigen Teilnahme an allen Angeboten der SGA.

 

Kontakt

Ansprechpartner: Timo Thamm

Tel: 03677 - 465525